Hildegard Weber-Lipsi

filmisches meisterwerk.: l'histoire du petit tailleur

1937 schuf Hildegard Weber–Lipsi Stabpuppen für das in Paris berühmte Avant-Garde Theater «Arc-en-ciel» von Géza Blattner (Regie), Marcel Temporal (Puppenspiel). Das Spektakel «L’histoire du petit tailleur» wurde in Paris während Wochen mit Live-Musikern präsentiert. Tibor Harsany (1898-1954), Ungarischer Komponist der Gruppe école de Paris, komponierte dafür in enger Zusammenarbeit mit Hildegard Weber eine Musik, welche noch heute als Orchesterwerk auf CD erhältlich ist. Für ihre Marionetten erhielt Hildegard eine Goldmedaille an der «Exposition internationale des arts et des métiers» (Welt-Fachausstellung) in Paris, 1937. Es war vorgesehen, die Marionetten 1939 an der Schweizerischen Landesausstellung in Zürich zu zeigen, was dann aber der drohende Weltkrieg verunmöglichte.
Hildegard Weber–Lipsi äusserte sich früher zu ihren Stabpuppen: «Mon but artistique n’était pas de produire une série de squelettes métalliques accoutrés de costumes, mais de mettre en scène un ensemble de sculptures capables de se mouvoir».

2001 wurde das Theaterstück im Studio Trnka (Prag) mit den 1937 preisgekrönten Stabpuppen von Hildegard Weber-Lipsi filmisch rekonstruiert.  Der 30-minütige Film wird im Museum im Tobel auf Wunsch gezeigt.

Musik: Tibor Harsanyi,
Erzähler: Peter Ustinov
Solistes de la société des Concerts du Conseratoire de Paris / Georges Prêtre
Regie: Hana Ribi

 © Beckfilm