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GESCHICHTE DER SAMMLUNG LISPI
Die Sammlung als Gesamtkunstwerk


Atelier und Wohnort von Morice Lipsi (1933-1990),

Rue Albert Thuret, 94550 Chevilly-Larue, France:

Das Künsterehepaar hatte zwei Wohnsitze, einerseits in Chevilly-Larue bei Paris und andererseits in Küsnacht-Godbach am Zürichsee, wobei der Bildhauer Morice Lipsi mehrheitlich in Chevilly-Larue ansässig war währenddem die Malerin Hildegard Weber-Lipsi hauptsächlich in Goldbach wohnte. An diesen Hauptwohnsitzen entstanden auch die meisten der Werke der jeweiligen Künstler. Die Biographie der drei Töchter war ebenfalls von beiden Standorten geprägt. Im Verlauf der Zeit wuchs der Bestand der Skulpturen von Morice Lipsi, die im Atelier und Garten in Chevilly-Larue verblieben, und bildete letztendlich für sich genommen ein künstlerisches Ensemble.

Musée Morice Lipsi (1990-2018),

Rue de Mailley, 70000 Rosey, France:

Nach dem Tod von Morice Lipsi 1986 blieb sein Atelierbestand noch für einige weitere Jahre in Chevilly, bis dieser dann 1990 durch die Erben im Musée Morice Lipsi in Rosey im Département Haute-Saône untergebracht wurden. Die Räumlichkeiten dafür wurden von Hans Jacob Beck, dem Schwiegersohn des Künstlerehepaars, zur Verfügung gestellt. Die Eröffnung stand unter dem Patronat des damaligen Kulturministers Jack Lang. Die meisten der noch verfügbaren Werke von Hildegard Weber-Lipsi, die erst 1999 verstarb, wurden bereits 1995, d.h. noch zu ihren Lebzeiten, nach Rosey verlegt. Die Skulpturen konnten dort im Kontext eines historisch-ländlichen Anwesens gezeigt werden, das als Maison de Maître1750 erbaut wurde, und das bis 1985 dem Komponisten Conrad Beck und Schweigervater von Gabrielle Beck-Lipsi als Zweitwohnsitz diente, sowohl in einem nachträglich dafür angebauten Ausstellungsraum als auch im Garten dieser Liegenschaft. Auch die historischen Nebengebäude und Anbauten standen für die Werke zur Verfügung. Dieses Museum wurde durch Gabrielle Beck-Lipsi und deren Ehemann Hans Jacob Beck während knapp dreissig Jahren relativ erfolgreich betrieben, wobei nebst regionalen Besuchern und Schulklassen auch internationale Gäste und Fachleute aus den Bereichen Kunst und Kultur empfangen werden konnten. Die Webseite jener Zeit existiert noch dokumentarisch und bietet weitere Einblicke in diese Phase: www.musee-lipsi.com

Sammlung Lipsi (2018-2025)/ Lipsi Art Foundation (seit 2025),

Im Tobel, 8340 Hinwil-Hadlikon, Schweiz:

Im Jahr 2018 wurde die gesamte Sammlung in die Schweiz überführt, nach Hinwil-Hadlikon im Zürcher Oberland. In grosszügigen Gewerberäumen wurde nebst einem Schaulager auch ein Ausstellungsraum eingerichtet, und die Werke wurden seit dann als Sammlung Lipsi für Besucher zugänglich gemacht. Seit 2025 befindet sich die Sammlung nun im Besitz der Lipsi Art Foundation mit Sitz in Liechtenstein, wobei die Werke bis auf Weiteres in Hadlikon verbleiben werden. Eine Besichtigung im Rahmen von spezifisch vereinbarten Terminen ist weiterhin möglich.

Fotos: Gabrielle Beck-Lipsi und Andreas Beck